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Klassenreise Düsseldorf

Am 29.11.2016 machte sich die Klasse Experimenteller Film / Medienkunst auf den Weg zu einer zweitägigen Exkursion nach Düsseldorf. Erstes Ziel war die Julia Stoschek Collection in der Schanzenstraße. Seit 2007 existiert die Sammlung für zeitbasierte Medienkunst in Düsseldorf. In Ergänzung zum Düsseldorfer Standort wurde 2016 auch eine Dependance in Berlin eröffnet. Wir wurden durch die aktuellen Ausstellungen im Haus geführt, beginnend im 2.OG mit der großformatigen Videoinstallation “Factory of the Sun” von Hito Steyerl. Mit Unterstützung der Julia Stoschek Collection wurde diese auf der Biennale in Venedig 2015 im Deutschen Pavillon erstmalig gezeigt. In einer anschließenden Diskussion sprachen wir gemeinsam über den gesehenen Film und dessen Rezeptions- und Präsentationsweise/n und führten unsere Besichtigung in der Gruppenausstellung “Missed Connections” im 1.OG fort. Die von Steyerl eingeladene Künstlerin Jennifer Cha kuratierte die Ausstellung und wählte hierfür elf sehr unterschiedliche Videoarbeiten aus. Am Abend besuchten wir eines der vielen japanischen Restaurants Düsseldorfs, das Kotoboki, genossen schmackhafte, japanische Hausmannskost und ließen den Abend in der Kneipe Modigliani ausklingen.

Am zweiten Tag trafen wir Dr. Susanne Meyer-Büser, Kuratorin der K21 Künstlerräume. Das ehemalige Ständehaus K21 eröffnete 2002 und beherbergt junge und internationale Kunst über drei Etagen in 22 fortlaufend wechselnden Räumen. Ausgewählte zeitgenössische KünstlerInnen sind eingeladen ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen. Unsere Besichtigung begann in der Glaskuppel des Ständehauses, in der eine der Arbeiten des Künstlers Tomás Saraceno zu sehen war. “In orbit” ist eine Konstruktion aus Stahlnetzen, die in drei Ebenen unter der gewaltigen Glaskuppel aufgespannt ist und für eine bestimmte Anzahl an BesucherInnen zu betreten ist. In den 22 Ausstellungsräumen waren Arbeiten von u.a. Nina Fischer & Maroan el Sani / Bertold Stallmach, Janet Cardiff / George Bures Miller, Thomas Hirschhorn, Christian Jankowski und Chiharu Shiota zu sehen. Die Spannung lag darin beim Gang durch die weißen, langen Flure hinter jede Tür wie hinter ein Adventstürchen zu schauen und jeweils ein neues, spannendes Raumkonzept entdecken zu können.
Anschließend erläuterte uns der Künstler Arpad Dobriban ein weiteres Projekt des Hauses, sein “Wartesystem 7”, ein Kochstudio im Erdgeschoss, in dem auch Objekte und Videos des Künstlers gezeigt werden – und das einige unserer Gruppe auch gleich testeten. Wer noch Zeit fand besuchte das nahe gelegene K20, die Kunstsammlung am Grabbeplatz. Dort waren in der aktuellen Ausstellung “Wolke und Kristall” Werke der Concept Art und Minimal Art aus der Sammlung von Dorothee und Konrad Fischer zu sehen.